Scannende 3D-Laservibrometrie an einer Bremsscheibe.

SWIR-Laser-Vibrometer.

  • Messung ohne Oberflächenvorbereitung: Zuverlässige Erfassung auch auf dunklen, matten oder faserverstärkten Oberflächen – Retro-Tape oder Reflexionssprays entfallen.
  • Breiter Messbereich: Frequenzbandbreite von DC bis 50 MHz und Schwinggeschwindigkeiten bis 50 m/s.
  • Augensicher ohne Schutzbrille: Laserklasse 1 mit einer Ausgangsleistung unter 10 mW – keine besonderen Schutzmaßnahmen erforderlich.
  • Flexible Arbeitsabstände: Von wenigen Millimetern bis über 300 m – geeignet für Mikrostrukturen und Fernmessungen.
  • Lange Lebensdauer: SWIR-Laserdioden erfordern keinen regelmäßigen Austausch – im Gegensatz zu HeNe-Röhren mit begrenzter Betriebsdauer.

SWIR-Laser-Vibrometer arbeiten mit unsichtbarem Infrarotlicht bei einer Wellenlänge von 1550 nm. Sie bieten ein hohes Signal-Rausch-Verhältnis und messen zuverlässig auf dunklen, rauen oder stark absorbierenden Materialien. 

Was ist ein SWIR-Laser Vibrometer?

SWIR steht für Short-Wave Infrared und bezeichnet den kurzwelligen Infrarotbereich des elektromagnetischen Spektrums. Optomet SWIR-Laser-Vibrometer arbeiten mit einer Wellenlänge von 1550 nm – unsichtbar für das menschliche Auge, aber mit physikalischen Eigenschaften, die für die Schwingungsmessung Vorteile bieten.

Bei einer Ausgangsleistung unter 10 mW ist der SWIR-Messlaser als Laserklasse 1 eingestuft und damit augensicher. Eine Schutzbrille ist im normalen Betrieb nicht erforderlich. Da der Laserstrahl unsichtbar ist, verwenden Optomet-Systeme einen sichtbaren grünen Pilotlaser (510–530 nm, Klasse 2) zur Ausrichtung auf den Messpunkt. Alternativ lässt sich der SWIR-Spot mit einer IR-Detektorkarte sichtbar machen.

Technische Eckdaten:

Vergleichstabelle
Wert
Wellenlänge Messlaser1550 nm (unsichtbar)
Wellenlänge Pilotlaser510–530 nm (grün, sichtbar)
Laserklasse MesslaserKlasse 1, < 10 mW
Laserklasse PilotlaserKlasse 2, < 1 mW
Brückenmessung mit NOVA Laservibrometer.

Warum SWIR? – Technischer Hintergrund & Vorteile

Die Wahl der Laserwellenlänge beeinflusst direkt die Messqualität. SWIR-Laser bei 1550 nm bieten gegenüber sichtbaren HeNe-Lasern (632,8 nm) mehrere physikalische Vorteile, die sich in der Praxis auswirken.

Höheres Signal-Rausch-Verhältnis

Bei gleicher Laserklasse steht bei 1550 nm mehr Laserleistung zur Verfügung als bei 632,8 nm. SWIR-Systeme arbeiten mit bis zu 10 mW (Klasse 1), während HeNe-Systeme auf unter 1 mW (Klasse 2) begrenzt sind. Das höhere Leistungsbudget verbessert das Signal-Rausch-Verhältnis, besonders bei schwach reflektierenden Oberflächen und großen Messdistanzen.

Unempfindlich gegenüber Wärmestrahlung

SWIR-Detektoren sind weitgehend unempfindlich gegenüber thermischer Emission im mittleren Infrarot. Messungen auf heißen Oberflächen – etwa Turbinenschaufeln oder Bauteilen im Betrieb – werden nicht durch Wärmestrahlung gestört.

Lange Lebensdauer

SWIR-Laserdioden haben eine deutlich längere Lebensdauer als HeNe-Gaslaser. Während HeNe-Röhren nach etwa 10.000 Betriebsstunden ausgetauscht werden müssen, arbeiten SWIR-Dioden in der Regel über die gesamte Gerätelebensdauer ohne Wechsel.

Bessere Rückstreueigenschaften

Viele technisch relevante Materialien reflektieren im SWIR-Bereich gleichmäßiger als im sichtbaren Spektrum. Dunkle Kunststoffe, matte Beschichtungen oder faserverstärkte Verbundwerkstoffe liefern bei 1550 nm ein stabileres Rückstreusignal. Das reduziert Signalaussetzer und ermöglicht Messungen ohne Oberflächenvorbereitung – Retro-Tape oder reflektierende Sprays entfallen.

SWIR oder HeNe?

SWIR (1550 nm) ist die Standardwahl für die meisten Anwendungen – insbesondere bei dunklen Oberflächen, Faserverbundwerkstoffen und großen Messdistanzen.

Optomet SMART Series

HeNe (632,8 nm) eignet sich für Messungen durch Wasser oder andere Flüssigkeiten, da SWIR-Strahlung dort stark absorbiert wird.

Optomet Vector Serie (HeNe)

Sichtbarkeit und Augensicherheit

Der SWIR-Messlaser bei 1550 nm ist für das menschliche Auge nicht sichtbar. Zur Ausrichtung auf den Messpunkt verwenden Optomet-Vibrometer einen grünen Pilotlaser (510–530 nm), der koaxial zum Messstrahl verläuft. Alternativ lässt sich der SWIR-Spot mit einer IR-Detektorkarte sichtbar machen.

Der SWIR-Laser ist augensicher: Mit einer Ausgangsleistung unter 10 mW ist er als Laserklasse 1 eingestuft. 

Eine Schutzbrille ist nicht erforderlich. Infrarotstrahlung bei 1550 nm wird zudem von der Augenflüssigkeit absorbiert und erreicht die Netzhaut nicht – anders als sichtbares Licht, das bis zur Netzhaut vordringt.

Vergleichstabelle
Laser-Doppler-Vibrometer für berührungslose Schwingungsmessungen.SWIR (1550 nm)Helium-Neon-Laservibrometer zur Schwingungsmessung.HeNe (632,8 nm)
Wellenlänge1550 nm (unsichtbar)632,8 nm (sichtbar, rot)
LaserklasseKlasse 1, < 10 mWKlasse 2, < 1 mW
Schutzbrille erforderlichNeinNein
Signal-Rausch-VerhältnisHöher durch mehr verfügbare LaserleistungGeringer durch limitierte Leistung
OberflächenvorbereitungIn der Regel nicht erforderlichJe nach Oberfläche Retro-Tape oder Spray nötig
Messung durch WasserNein – starke Absorption bei 1550 nmJa – geringe Absorption bei 632,8 nm
Messung auf heißen OberflächenJa – unempfindlich gegenüber WärmestrahlungEingeschränkt – thermische Emission kann stören
Große MessdistanzenJa – bis über 300 mEingeschränkt
Lebensdauer LaserquelleLang – kein regelmäßiger AustauschBegrenzt – HeNe-Röhre altert
Spotgröße (bei gleicher Optik)Größer, da längere WellenlängeKleiner, da kürzere Wellenlänge
Optomet ProdukteSMART Serie, Nova Serie, Fiber SerieVector Serie, HeNe-Scanning Vibrometer

Optomet Laser-Doppler-Vibrometer mit SWIR-Laser

Optomet setzt bei den meisten Vibrometer-Systemen standardmäßig auf SWIR-Technologie. Die Produkte sind in zwei Serien gegliedert: die modulare SMART Serie und die CLASSIC Serie.

Laservibrometer der SMART-Serie.

SMART Serie

Die SMART Serie ist modular aufgebaut und bietet Systeme für unterschiedliche Messaufgaben – von der Einzelpunktmessung bis zur vollflächigen 3D-Analyse. Alle SMART-Produkte arbeiten mit SWIR-Lasern (1550 nm).

Mehr zur SMAR-Serie

Vergleichstabelle
Beschreibung
SMART Single+Einpunkt-Vibrometer für präzise Messungen an einem festen Messpunkt
SMART Scan+Scanning-Vibrometer für vollflächige Schwingungsanalysen
SMART 3D-ScanDrei synchronisierte Scanner für dreidimensionale Schwingungserfassung
SMART Full BodyMehrere vernetzte Scanner für großflächige Objekte wie Fahrzeuge oder Flugzeugstrukturen
SMART DAQDatenerfassungssystem für die gleichzeitige Messung an mehreren Punkten
SMART Multi-FiberFaseroptisches System mit mehreren Messköpfen für parallele Messungen
SMART 3D-FiberFaseroptisches System für dreidimensionale Einpunktmessung an schwer zugänglichen Stellen

Laservibrometer der Classic-Serie.

CLASSIC Serie

Die CLASSIC Serie umfasst eigenständige Vibrometer-Systeme für spezifische Anwendungen. Auch hier kommt standardmäßig SWIR-Technologie zum Einsatz.

Mehr zur CLASSIC-Serie

Vergleichstabelle
Beschreibung
Nova SerieEinpunkt-Vibrometer für Messungen auf dunklen, rauen oder biologischen Oberflächen
Nova XtraLangstrecken-Vibrometer für Messdistanzen bis über 300 m
Fiber SerieFaseroptisches Einpunkt-Vibrometer für beengte oder schwer zugängliche Messstellen
Fiber MultiplexFaseroptisches System mit schaltbaren Messköpfen für mehrere Messpunkte
Scanning VibrometerScanning-System für vollflächige Schwingungsanalysen

FAQ: SWIR-Laser Vibrometer

Ist ein SWIR-Laser-Vibrometer augensicher?

Ja. Der SWIR-Messlaser arbeitet mit einer Ausgangsleistung unter 10 mW und ist als Laserklasse 1 eingestuft. Eine Schutzbrille ist im normalen Betrieb nicht erforderlich. Infrarotstrahlung bei 1550 nm wird von der Augenflüssigkeit absorbiert und erreicht die Netzhaut nicht.

Welche Wellenlänge hat ein SWIR-Laser-Vibrometer?

Optomet SWIR-Vibrometer arbeiten mit einer Wellenlänge von 1550 nm im kurzwelligen Infrarotbereich. Der Messlaser ist unsichtbar; zur Ausrichtung dient ein sichtbarer grüner Pilotlaser (510–530 nm).

Muss ein SWIR-Laser ausgetauscht werden?

In der Regel nicht. SWIR-Laserdioden haben eine lange Lebensdauer und arbeiten typischerweise über die gesamte Gerätelebensdauer ohne Austausch. Im Gegensatz dazu müssen HeNe-Röhren nach etwa 10.000 Betriebsstunden ersetzt werden.

Sind alle Optomet-Vibrometer mit SWIR-Lasern ausgestattet?

Fast alle. Die gesamte SMART Serie sowie die meisten Produkte der CLASSIC Serie (Nova, Fiber, Scanning Vibrometer) arbeiten standardmäßig mit SWIR-Lasern bei 1550 nm. Die einzige Ausnahme ist die Vector Series, die einen sichtbaren HeNe-Laser (632,8 nm) verwendet – geeignet für Messungen durch Wasser oder auf Mikrostrukturen mit kleinem Spotdurchmesser.

Welche Limitierungen hat ein SWIR-Laser?

SWIR-Laser sind nicht für alle Anwendungen geeignet. Die wichtigsten Einschränkungen:

  • Messung durch Wasser: SWIR-Strahlung wird von Wasser stark absorbiert. Für Messungen durch Flüssigkeiten ist ein HeNe-Laser (632,8 nm) besser geeignet.
  • Spotgröße: Bei gleicher Optik erzeugt ein SWIR-Laser einen größeren Spot als ein HeNe-Laser – z. B. 89 µm vs. 30 µm bei 500 mm Abstand (100 mm Optik).
Wie unterscheidet sich der Wartungsaufwand zwischen SWIR und HeNe?

SWIR-Laserdioden erfordern keinen regelmäßigen Austausch und haben einen geringeren Wartungsaufwand. HeNe-Gaslaser unterliegen einer natürlichen Alterung – die Röhre muss nach etwa 10.000 Betriebsstunden ersetzt werden.

Schwingungsmessung in Forschung, Entwicklung und Industrie – Optomet bietet die passende Lösung für Ihre Anforderung.

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